Fotografische Porträts

 2005: Digitale Studioaufnahme von einer jungen Dame

Zu den spannendsten Herausforderungen, denen man sich als Fotograf stellen kann, gehört es, Menschen zu Porträtieren. Das mache ich seit bald vierzig Jahren, sowohl im privaten Bereich als auch auftragsweise. In der Regel findet dies in meinem kleinen Fotostudio statt, aber auch vor Ort, zuhause bei denen, die mir Modell stehen möchten, können stimmungsvolle Aufnahmen entstehen, wenn das Licht in den in Frage kommenden Räumen ausreicht, um es mit Reflektoren hinreichend strecken zu können.

Porträts in gerichtetem Studiolicht

Blitzlicht

Die Anmutung, die ich beim Porträtieren von Menschen zu erzielen versuche, ist zunächst von meiner Faszination für historische Fotografen und ihre Ausdrucksweise beeinflusst. Diese nutzten üblicherweise klassische Tageslichtstudios, in denen das von Norden einfallende Licht durch Vorhänge und Reflektoren gesteuert wurde. Darüber verfüge ich leider nicht. Deshalb habe ich immer wieder aufs Neue versucht, einen ähnlichen Look mit meiner Blitzanlage zu erzeugen.

Bis Mitte der achtziger Jahre entstanden meine Porträts hauptsächlich mit analogen Mittelformatkameras, in erster Linie mit einer Zenza Bronica SQ-A, dessen Objektiven ich häufig einen weichzeichnenden Filter aus gespannter Gaze aufsetzte.

Zwischen 2000 und 2019 arbeitete ich ausschließlich digital. Den Weichzeichner ließ ich von da an weg. Derartige Effekte können in der digitalen Nachbearbeitung flexibler hinzugefügt werden. 

Tageslicht

Wenn es sich anbietet, nutze ich im Studio alternativ gern das durchs Studiofenster einfallende Tageslicht, und, sofern das Modell nichts dagegen hat oder es wünscht, alternativ auch analoge Kameras, allerdings hybrid, was bedeutet, dass die Negative digitalisiert und entsprechend weiterverarbeitet werden. Dabei setze ich besagte Zenza Bronica SQ-A ein, aber auch eine Mamiya RZ 67, oder eine Canon EOS 3, die meiner Digitalkamera Canon EOS 5D Mark II technisch ebenbürtig ist und dieselben Objektive nutzt.

Available light Porträts

Der französische Fotograf Henri Cartier Bresson, dessen Werk ich sehr bewundere, hat meines Wissens zeitlebens mit dem vor Ort vorhandenen Licht gearbeitet. Außerdem hat er die Menschen, die er porträtierte, in der ihnen gewohnten Umgebung fotografiert, und den Betrachtern der Bilder damit auch eine Idee davon mitgegeben, wie sie gelebt und gearbeitet haben.

Für die nächsten Jahre habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, diesem Geist mehr nachzueifern. Gelegentlich vielleicht sogar mit meiner Leica III, die im Wesentlichen, der Kamera entspricht, die der Meister selbst einige Zeit benutzte.

Einige Beispiele zu dem Thema habe ich bereits vorzuweisen. Etliche davon stammen aus der Zeit, in der man nicht die Wahl hatte, analog oder digital zu arbeiten. 

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